Übliche IC-Spannungsregler sind selten für hohe Eingangsspannungen geeignet. Und wenn doch, sind es keine "Low-Drop"-Typen.
Dabei geht es mit einem Verarmungs-Mosfet und einem billigen Operationsverstärker ganz einfach. Bei geringen Stabilitätsanforderungen mit nur drei Bauteilen:
An R1 liegt die erforderliche G-S-Spannung - weil es ein Verarmungstyp ist, ist G negativer als S. Der eingeprägte Strom fällt an R2 ab und am Ausgang ist die Summe beider Spannungen relativ niederohmig abgreifbar.
Wegen der großen Streuung der G-S-Schwellenspannung (1:2 bis 1:3 je nach FET) muß man denSpannungsteiler ausmessen bzw. ein Poti einbauen.
Für bessere Stabilität kann man auch regeln. Hier ist eine (alte, verbesserungsfähige) Schaltung als Anregung:
Als Entkopplung und weil der Ausgang des TLC272 nicht bis +Ub treibt, habe ich den Teiler R1-R2 eingebaut.
C3 hält über die D-G-Kapazität des FETs eingekoppelte Störungen vom Operationsverstärker fern, reduziert aber den Phasenrand. Das wiederum korrigiert C8.
Die LED mit R3 ist Betriebsspannungsanzeige und Referenzspannung. Kann man auch hochohmiger machen, denn eine LED hat einen schärferen "Knick" als die meisten Z-Dioden.
Verbesserungsmöglichkeiten: mit einem aktuellen Rail-Rail-Verstärker wie dem LMV321 (358/324) usw. kann man wahrscheinlich auf R1, R2, C3, C8 verzichten und den FET direkt ansteuern.
2002-06-04 Oliver Betz www.oliverbetz.de